In dieser mehrteiligen Blogserie möchte ich Ihnen die Herausforderungen durch ständigen Datenwachstum in Ihrem Unternehmen aufzeigen. Wir gehen auf Backup- und Datenwachstum im Allgemeinen ein und natürlich auch auf Lösungen und Strategien wie Sie in Zukunft diesen Massen an Daten umgehen können.

Im heutigen Beitrag möchte ich Ihnen einen Einblick über Verteilung von produktiven zu sonstigen Daten und ein Gefühl über durchschnittliche jährliche Zuwächse geben.

Wertigkeit von Daten und Informationen

Werden alle Datenbestände in einem Unternehmen zusammengerechnet, sind lediglich 40% Produktivdaten. Der Rest sind Kopien, Archive, Datensicherungen, Testumgebungen, Reports, ungenutzte und veraltete Daten die niemand löscht.

40%
sind Produktivdaten

60%
werden für sekundäre Aufgaben erzeugt:

  • Compliance
  • Business Intelligence
  • Archives
  • Disaster Recovery
  • Governance
  • Off-site
  • Test and dev ops
  • Backups
  • Snaps & Clones for Reporting

Diese Daten liegen auf primäre Storagesystemen, Backup-to-Disk, Bändern, auf Filesystemen, in Datenbanken oder auch in der Cloud. Eine wirkliche Aussage über Wichtigkeit, Priorität und Wertigkeit der Daten kann oft nicht getroffen werden, da die Informationen von einzelnen Personen, Arbeitsgruppen, Fachabteilungen oder laufenden Prozessen erzeugt werden. Wird versucht eine Klassifizierung durchzuführen, hört man oft die gleiche Antwort: Meine Daten sind wichtig und können nicht gelöscht werden!

Somit entstehen immer mehr Daten und die IT-Abteilung muss für entsprechenden Speicherplatz sorgen und fast alle mit vergleichbarer Priorität sichern, aufbewahren und archivieren.

Datenwachstum

Laut IDC verdoppeln sich die Daten alle zwei Jahre. Der Datenwachstum bei Bildern und Videos liegt laut IDC bei 44% pro Jahr. Bei unstrukturierten Daten (Fileserver, etc.) sind es 42% pro Jahr und bei Transaktionsdaten (z.B. ERP-Systeme) immerhin noch 38% pro Jahr Wachstum. Zwei von drei befragten Personen rechnen lediglich mit einem Wachstum von 20% pro Jahr.

Datenwachstum

Wie man mit diesen Zahlen schnell erkennen kann, liegt der jährliche Wachstum im Durchschnitt bei über 40% und wird von vielen lediglich auf die Hälfte davon geschätzt. Ein weiterer Fehler der oft bei diesen Berechnungen unterschätzt wird: 40% werden pro Jahr aufgeschlagen

Aus 100 TB Daten werden nach einem Jahr 140 TB. Nach zwei Jahren sind es bereits 196 TB, im dritten Jahr  274 TB und somit mehr als eine Verdoppelung der Daten in drei Jahren bei 40% Wachstum!

Auch ein Grund, warum viele Storagesysteme mit einer Laufzeit von drei oder 5 Jahren Jahren bereits nach 1.5 Jahren aufgerüstet werden.

Normale Backupstrategien sind nicht mehr ausreichend

In Anbetracht dieser Entwicklungen, müssen wir umdenken. Auch wenn Speicherkapazitäten immer günstiger werden, müssen auch die Kosten für die Verwaltung dieser Daten betrachtet werden. Immer mehr Daten wandeln unstrukturiert auf die Storagesysteme Ihres Unternehmens. Normale Sicherungsstrategien reichen hier nicht mehr aus. Wenn alle Daten mit der gleichen Aufbewahrung und Frequenz gesichert werden, wächst der Backupbestand auch mit dem gleichen Wachstum der primären Daten an.

Im zweiten Teil der Blog-Serie “Herausforderung Datenmanagement im Mittelstand” werden Sie mehr erfahren über den Wachstum von Backupvolumen, welche Auswirkungen dies auf Ihr Unternehmen hat und wie der Wandel von einer Backupstrategie hin zu Datenmanagement diese Probleme lösen kann.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

Ich freue mich auf Ihren Anruf! 
Thomas Schimana EDV-BV Fachspezialist für Datenmanagement und Virtualisierung

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